Mit Besorgnis haben wir daher beobachtet, dass es derzeit vermehrt zu oftmals anonymen Schlagabtauschen kommt, die insbesondere in den Kommentarspalten von Sozialen Medien und einschlägigen Internetportalen stattfinden. Im Fokus steht dabei nicht die Sachebene, sondern der emotional geladene Angriff auf Personen und deren Familien.

Gruppenfoto am Dienstag
Arbeitsgruppe am Dienstag
Vorträge am Dienstag
Vorträge am Dienstag
Vorträge am Dienstag
Arbeitsgruppe am Dienstag
Vorträge am Dienstag
Arbeitsgruppen am Dienstag

Heute setzen wir den Rückblick auf die zweite interdisziplinäre und internationale #SpeakUpOstbelgien Tagung, die zwischen dem 09. und 14. Oktober 2022 im ostbelgischen Lontzen stattfand, fort.

Veranstaltet wurde die Tagung vom Eupener Institut für Demokratiepädagogik in Kooperation mit der Vernetzungsstelle Speak Up! Thematisch ging es an fünf Thementagen (Montag: politische Bildung, Dienstag: Medien- und Informationskompetenz, Mittwoch: Speak Up! macht Schule, Donnerstag: Hate Speech, Freitag: Politik) um Fake News und Hate Speech als gesellschaftliche Herausforderungen.

Zu den Vortragenden zählten neben Menschen aus der ostbelgischen Zivilgesellschaft insbesondere Fachkräfte sowie Wissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland, die sich im Vorfeld um eine Teilnahme bewerben konnten, wie sich hier nachlesen lässt.

Zentral war auch in diesem Jahr: Während des Retreats sollten sich alle Teilnehmenden auf Augenhöhe begegnen und miteinander ins Gespräch kommen bzw. voneinander lernen können. Anders als bei klassischen wissenschaftlichen Tagungen gb es deshalb kein Namensschild mit Titeln, Namen und Institution, sondern einen Aufkleber fürs Oberteil, auf den die Teilnehmenden ihren Vornamen geschrieben haben. Und noch einen Unterschied zu klassischen wissenschaftlichen Tagungen gab es am Dienstag: Alle Vortragenden am Thementag zur Medien- und Informationskompetenz waren Frauen!

Den Anfang machten Lydia Roth und Isabel Schlosshauer von den Bücherhallen Hamburg. In der Morgen-Session stellten sie den Workshop von #dubisthier zum Thema Hass im Netz vor. Parallel dazu trug Anne Lohe, Bibliothekarin und Lektorin für Geschichte bzw. Sozialwissenschaften in der Stadtbibliothek Aachen, vor. Bei ihr ging es um „Die FakeHunter – das Planspiel zur Vermittlung von Internetkompetenz Medienkritik für die Unterstufe der  Sekundarschule und die FakeHunter  Junior für die Mittel- und Oberstufe der Primarschule“. Sie konnte mit dem Planspiel, das vor Ort ausprobiert wurde, vor allem die anwesenden Lehrpersonen begeistern, die mit der engagierten Bibliothekarin im Anschluss an den Vortrag über lokale Anpassungs- und fortwährende Aktualisierungsmöglichkeiten diskutierten.

Insbesondere ein Erklärfilm zu FakeHunter Junior  fanden die Zuhörenden spannend, wie Michael Fasching von der Uni Graz betonte: „Ein großartiges Video, das sich auch gut für den Schulunterricht für junge Schüler*innen eignet. Eine einfache Erklärung, was Fake News sind und wie man sie erkennen kann. Toll gemacht.“  Auch das Eupener Medienzentrum zeigte Interesse am Planspiel. Medienzentrumsmitarbeiterin Gaby Zeimers erkundigte sich danach, ob und wie man das Planspiel nach Ostbelgien holen kann. Spannend war jedenfalls, dass während der Sessions Menschen mit verschiedenen fachlichen Hintergründen ins Gespräch kamen und vom gemeinsamen Austausch, der sich auch über das Mittagessen, das unter dem Motto Taco Tuesday stand, zog.

Während der Mittagspause stand für Institut für Demokratiepädagogik-Referentin Sabrina Kirschner, die die Vernetzungsstelle Speak up! leitet, noch ein Interview mit 100,5 DAS HITRADIO an. Im Interview befragte sie der Moderator über Tipps zum Umgang mit Hate Speech. Sabrina verwies dabei natürlich auch auf die Arbeit der Meldestellen, die am Donnerstag eine prominentere Rolle beim Retreat spielen sollten.

Auch in der Nachmittags-Session gab es je ein Angebot zu Fake News und Hate Speech. Isabel Schlosshauer und Lydia Roth von der den Bücherhallen Hamburg stellten den Transfer-Leitfaden aus dem Projekt „#dubisthier – Mit Zivilcourage gegen Hass im Netz“ vor, während Anne Lohe einen weiteren Fake Hunter Workshop gab und auch darauf hinwies, das Biblio- und Mediotheken eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz spielen können und sollten.

Die Aachener Bibliothekarin wurde übrigens über Twitter auf das Retreat aufmerksam und war gleich Feuer und Flamme. Auf Twitter, so Anne Lohe, „folge ich privat seit einigen Jahren Bibliotheken, Fachleuten aus der histocamp Community und anderen. Durch welche Algorithmen auch immer, in der Timeline war auf einmal von einer Tagung in Eupen, wenige Kilometer von Aachen entfernt, gegen Fake News und Hate Speech die Rede. Das interessierte mich, denn die Stadtbibliothek Aachen hatte bereits Erfahrungen mit Workshops zur Vermittlung von Grundkompetenzen zum Erkennen von Fake News gemeinsam mit dem Euregionalen Medienzentrum sammeln können. Das ist durch den Medienkompetenzrahmen NRW abgedeckt.“ Anne Lohe berichtete auch ihren Kolleg*innen über Speak Up! und die Tagung, was dazu führte, dass sich die Stadtbibliothek Aachen der Vernetzungsstelle anschloss  und die Informationen in ihrem beruflichen Netzwerk streute. Schlußendlich wurden auch die Bücherhallen Hamburg und die Bibliotheksfachstellen auf die ostbelgische Initiative aufmerksam und bewarben sich – wie im Falle der Hamburger Bücherhallen – um eine Teilnahme bzw. meldeten sich als Teilnehmende für das Retreat in Lontzen an.

Am späten Nachmittag wurden dann die Teilnehmer*innen selbst aktiv, nachdem kurz zuvor ein Gruppenfoto aufgenommen wurde – das sich auch in der Galerie findet – , tauschten sich die Teilnehmenden in internationalen und interdisziplinären Arbeitsgruppen zum Thema „Meine best practice. Eigene Erfahrungen im beruflichen Umgang mit Fake News und Hate Speech teilen“ aus und stellten ihre Arbeitsergebnisse zur Diskussion.

Abschließend wurde ein kurzen Rückblick auf den Tag gewagt. IDP-Leiterin Dr. Tomke Lask freute sich über den Austausch, der eindeutig zeigte, dass eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit dringend angeraten ist, auch um schon bestehende Angebote effektiver an Zielgruppen politischer Bildungsarbeit anpassen zu können.

Gegen kurz vor 19 Uhr haben wir dann unsere Tagesgäste verabschiedet, darunter  Menschen, die sich z. B. am Zentrum für Förderpädagogik Eupen, bei Jugendinfo Ostbelgien, in der Gemeindeschule Eynatten, der PDS Eupen, im Medienzentrum Eupen, im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft, in der Stadtbibliothek Aachen, bei der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bzw. der Bezirksregierung Düsseldorf  als Biblio- und Mediothekar*innen bzw. Lehrkräfte, Pädagog*innnen und Jugendarbeiter*innen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit mit der Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz befassen.

Danach stand für die Übernachtungsgäste die Zubereitung des Abendessens auf dem Programm: Es gab leckere Lütticher Buletten mit oder ohne Fleisch, dazu Fritten und Apfelmus.

Herzlichen Dank an alle, die am Dienstag dabei waren und unsere zahlreichen Arbeits- und Diskussionsphasen bereichert haben!

Täglich sehen wir im Fernsehen die schrecklichen Bilder aus der Ukraine. Erste Geflüchtete sind schon in Belgien angekommen.

Einige in Ostbelgien lebende Menschen stehen nun auch vor der Herausforderung, wie sie den Krieg in der Ukraine im Berufsalltag thematisieren. Dies betrifft auch und insbesondere Lehrkräfte, die im Kindergarten, an Grundschulen und Sekundarschulen und nicht zuletzt an Hochschulen bzw. Universitäten sowie in der (außer)schulischen Jugendarbeit aktiv sind.

In diesem Beitrag bündeln wir verschiedene Angebote, die – oft tagesaktuelle – Informationen bereitstellen. Teils richten sich diese Internetangebote an Erwachsene, teils an Kinder und Jugendliche.

Wir ergänzen den Beitrag laufend.

Angebote in den sozialen Medien

Katapult

Vielen ist das Angebot von Instagram bekannt, wo Katapult verschiedene bunte und gut aufbereitete Infografiken anbietet. Derzeit steht die Berichterstattung ganz im Zeichen des Kriegs in der Ukraine und mehrmals täglich werden auf Instagram tagesaktuelle Karten und Infografiken veröffentlicht, die bisweilen als stummer Impuls oder zum Einstieg in den Unterricht genutzt werden können. Um das Angebot aufzurufen, bitte hier klicken.
 

Angebote aus der Wissenschaft

H-Soz-Kult

H-Soz-Kult ist das Portal für Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften und hat verschiedene Informationsmaterialien zum Krieg in der Ukraine zusammengetragen, die Historiker*innen zur Vorgeschichte und zu den Ereignissen in und um die Ukraine veröffentlicht haben. Die umfangreiche Liste findet sich hier.

Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

BR24

Der Bayerische Rundfunk hat eine Themenseite „Ukraine-Krieg: So ordnen Sie Quellen und Bilder richtig ein“ eingerichtet, die über diesen Link abrufbar ist.

Die Sendung mit der Maus

Eigentlich als Kindersendung gestartet, sind viele treue Zuschauer*innen der Sendung mit der Maus heute schon erwachsen. Nichtsdestotrotz greift die Maus kindgerecht aktuelle Themen auf und bietet auch zum Krieg in der Ukraine aktuelle und kindgerechte Informationen über die Website.Um das Angebot aufzurufen, bitte hier klicken. 

KiKA

Der Kinderkanal hat für Erwachsene einige Hinweise und Tipps zum Thema mit „Kindern über Krieg sprechen“ zusammengestellt. Das Angebot lässt sich hier abrufen.

KiRaKa (WDR)

KiRaKa ist das Kinderradioprogramm von WDR5 und bietet hier auf seiner Website verschiedene kindgerechte Angebote rund um die Ereignisse in der Ukraine an.

neun 1/2 (WDR)

Das Angebot für Kinder und Jugendliche des WDR hat einen kurzen Erklärclip zum Krieg in der Ukraine produziert, der sich hier anschauen lässt.

SRF

Der Schweizer Sender hat ein Erklärvideo für Kinder produziert, das sich hier anschauen lässt. Zudem bietet es hier eine Themenportalseite an, die kindgerecht Fragen rund um den Ukrainekrieg klärt.

ZDF Logo!

Das ZDF hat bei Logo einige Informationen zum Krieg in der Ukraine für Kinder und Jugendliche zusammengestellt. Das Angebot findet sich hier.

Angebote von Institutionen der politischen Bildung

Institut für Demokratiepädagogik

Der Krieg in der Ukraine wird immer mehr zu einem Informationskrieg. Bisweilen ist es schwierig, Informationen von Fake News zu unterscheiden. Dazu bedarf es es der Medien- und Informationskompetenz. Eben diese war Thema in der kostenfreien Weiterbildung „Der Vorlauteste hat nicht immer Recht!“, die unsere Referentin und Speak Up Koordinatorin Sabrina Kirschner am Do., 17.03.2022, 08:30-16:30 Uhr via Zoom anbot.

Am 31. März zwischen 10 und 12 Uhr nahm das IDP als am Open Space Krieg! Was nun? teil, den die Fachstelle Extremismusdistanzierung organiert. Zudem machen ach Vertreter*innen der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Mobirex – Monitoring/Bildung/Information mit.

Bundeszentrale für Politsche Bildung

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung bietet derzeit ein Themenspecial zum Krieg in der Ukraine an, das hier eingesehen werden kann.

 
Die Bundeszentrale für politische Bildung bündelt über dies auf der Seite euro|topics verschiedene Artikel aus der europäischen Presse. Das Angebot rund um den Ukraine-Krieg kann hier abgerufen werden.
 
Zudem bietet die Bundeszentrale für Politische Bildung im Rahmen ihrer Reihe „Politikstunde“ eine ‚Unterrichtsstunde‘ mit verschiedenen Osteuropaexpert*innen an, so mit

  • Prof. Dr. Hans-Henning Schröder zum Thema „Krieg gegen die Ukraine – Was treibt Putin?“, (hier)
  • Dr. Andreas Umland zum Thema „Russland-Krise: Wird Moskau in der Ukraine eskalieren“ (hier)
  • Dr. habil. Anna Veronika Wendland zum Thema „Geschichte und Gegenwart der Ukraine“ (hier)

 
Speziell an Kinder richtet sich das Angebot Hanisauland, das kindgerecht Fragen rund um den Krieg und dessen Geschichte beantwortet.

Deutsche Landeszentralen für politische Bildung

Innerhalb Deutschlands gibt es verschiedene Landeszentralen für politische Bildung, die für die jeweiligen Bundesländer zuständig sind. Viele der Landeszentralen bieten Themendossiers an, die wir hier verlinken:

 Zudem bieten einige der Landeszentralen online-Veranstaltungen an. Mehr Infos dazu finden sich weiter unten.

fexbw

Unsere Kolleg*innen aus Süddeutschland, die auch zu Gast auf unserer Speak Up Tagung waren, haben hier verschiedene Angeote entwickelt, die dabei helfen, mit Medienkompetenz Fake News zu entschlüsseln.

Zentrum fir politesch Bildung

Unsere Kolleg*innen aus Luxemburg, die auch zu Gast auf unserer Speak Up Tagung waren, haben das Tool Propaganda.guide entwickelt, mit dem es möglich ist, Medien aller Art auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Ihr könnt es hier ausprobieren. Zudem hat das ZfP ebenfalls eine Themenseite eingerichtet, die in deutscher bzw. französischer Sprache Unterrichtsmaterialien und Informationen zum Krieg in Europa sammelt, darunter auch Arbeitsblätter auf Deutsch bzw. Französisch.

Zentrum polis

Das österreichische Zentrum polis hält auf seiner Seite verschiedene Unterrichtsmaterialien rund um den Krieg in der Ukraine bereit, die sich hier einsehen lassen.

Angebote von Institutionen der Kinder- und Jugendarbeit

DKJS

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung,die auch Projektpartnerin unserers Erasmus+ Projekts „(S)innfluence your World“ ist, bietet auf ihren Seiten Informationen dazu an, wie man Kindern altersgerecht den Ukraine Krieg erklären kann.

Angebote in leichter Sprache

Alteo

Alteo VOG – die Sozialbewegung für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung hat in seiner Zeitung Informationen über den Ukraine Krieg in leicher Sprache zusammengefasst, die sich hier abrufen lassen.

Podcasts

GEOlino

Bei Geolino findet ihr hier einen knapp 20-minütigen kindgerechten Podcast zur Thematik.

Sicherheitshalber

Für Erwachsene, die sich für solide von Fachleuten recherchierte  sicherheitspolitische Hintergründe des Ukraine-Kriegs interessieren, sind die neuesten Folgen des Podcasts Sicherheitshalber interessant. Sie können hier nachgehört werden.

Ukraine – Die Lage

Ebenfalls ein Podcast für Erwachsene. Professor Masala, Co-Gastgeber des Sicherheitshalber Podcasts, analysiert für den Stern täglich die Lage in der Ukraine. Die Folgen lassen sich hier abrufen.

 

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Letztes Update: 25. April 2022 um 21:43 Uhr

Virtuelles Treffen am Montag, den 13.12.2021

Speak Up - Mach mit

Für Montag, den 13. Dezember 2021 hatte die Speak Up-Koordination beim Institut für Demokatiepädagogik (IDP) spontan ein virtuelles Treffen unter dem Motto „Speak Up! – Mach mit!“ organisiert, um sich mit interessierten Bürger*innen auszutauschen.
Denn, der offene Brief an Ministerpräsident Oliver Paasch, den mittlerweile fast 200 Menschen und VOGs mitunterzeichnet haben, bewegte nämlich viele Menschen, die sich Ostbelgien verbunden fühlen, dem Institut für Demokratiepädagogik teils sehr persönliche Nachrichten zu schreiben.

Aus den zahlreichen e-Mails wurde deutlich, dass nicht nur großes Interesse bestand, mehr über das Speak Up Bündnis zu erfahren, sondern auch selbst aktiv(er) im Kampf gegen Fake News und Hate Speech zu werden. Wie ein solches Engagement aussehen konnte, überlegten die Teilnehmenden des Treffens gemeinsam mit Vertreter*innen des Bündnisses.

Das Treffen startete zunächst mit einer kleinen Begrüßung seitens IDP-Leiterin Tomke Lask, ehe eine Vorstellungsrunde folgte, bei dem alle Anwesenden sich kurz vorstellten konnten. Aus den Reihen der Speak Up Bündnismitglieder waren u.a. Speak Up-Koordinatorin Sabrina Kirschner vom IDP anwesend, die das virtuelle Treffen moderierte, zudem war das Medienzentrum mit Gaby Zeimers und Wilma Savelsberg vertreten, für Kaleido nahm Tabea Weihmann teil.

Viele der anwesenden Bürger*innen, die teils als Privatpersonen, teils in Vertretung von VOGs oder Unternehmen aus der Wirtschaft kamen, spiegelten uns ihre Fake News und Hate Speech Erfahrungen aus dem Alltag und zeigten Problemsituationen auf. Allen war klar: Es besteht dringender Handlungsbedarf. Ein großer Teil der Anwesenden bedauerte in diesem Zusammenhang, dass die handlungsorientierte politische Bildung in Schule und Ausbildung nur eine Nebenrolle spielt, zumal diese eine wichtige Grundvoraussetzung darstellt, um informiert an gesellschaftlichen Diskursen teilhaben zu können und sich eben auch Fake News und Hate Speech entgegenstellen zu können.

Im Laufe des Treffens stellte die Speak Up Koordinatorin die bisherige Arbeit des Bündnisses vor und benannte die interdisziplinäre und internationale Speak Up Tagung, die Ende Oktober in Eupen stattgefunden hatte, als wichtigen Meilenstein in der Arbeit des Bündnisses.
Zudem ermunterte sie alle Anwesenden, sich den Arbeitsgruppen, die sich bei der Tagung zur Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen konstituiert hatten, anzuschließen. Im Frühjahr möchten die Arbeitsgruppen nämlich ihre überarbeiteten Handlungsempfehlungen im Rahmen eines Publikationsworkshops abschließend für den Druck vorbereiten. Das Angebot zur Mitarbeit nahmen einige der Teilnehmenden an, worüber wir uns sehr freuen.

Im Anschluss an die kurze Präsentation blieb genug Zeit, weitere Ideen für die zukünftige Arbeit des Bündnisses zu diskutieren. Nach rund zwei Stunden intensiver Diskussion war klar: es braucht in Ostbelgien mehr zivilgesellschaftliches Engagement gegen Fake News und Hate Speech!

Alle, die es am vergangenen Montag nicht zum virtuellen Treffen geschafft haben, sich aber trotzdem gerne ins Bündnis oder die Arbeitsgruppen einbringen wollen, können gerne per e-Mail Kontakt mit der Speak Up Koordination aufnehmen.


Wir bedanken uns nochmals für Ihre Unterstützung des offenen Briefes an Ministerpräsident Oliver Paasch und die Solidarisierungen mit dem EU-Abgeordneten Pascal Arimont.

Einige Unterzeichner*innen haben uns recht ausführliche Mails geschrieben, und Interesse bekundet, sich aktiv(er) gegen Fake News und Hate Speech in Ostbelgien engagieren zu wollen. Wir haben deshalb spontan entschlossen, ein virtuelles Treffen zu veranstalten, bei dem Sie mehr über das Speak Up Bündnis erfahren können und im Austausch mit Vertreter*innen des Bündnisses und anderen Anwesenden herausfinden können, ob und wie sie sich selbst zukünftig einbringen können.  

Das besagte „Speak Up – Mach mit!“ Treffen findet am Montag, 13. Dezember 2021 ab 19 Uhr online statt. Wir rechnen damit, dass das Treffen max. 90 Minuten dauert.

Interessierte können sich unter Angabe ihres vollständigen Namens und einer e-Mail Adresse bis Montag, 13. Dezember 2021 um 12 Uhr, unter info[at]idp-dg.be anmelden und erhalten spätestens am frühen Montag Nachmittag ihre persönlichen Zugangsdaten. Wichtig: Bitte im Betreff Speak Up! – Mach mit! vermerken.

Wenn Sie sich zwischenzeitlich genauer über Speak up und die bisherige Arbeit informieren möchten, können Sie dies beispielsweise über die IDP-Website oder die Social Media Accounts bei Facebook bzw. Instagram. Gerade posten wir dort beispielsweise einen Rückblick auf die Speak Up Tagung, die Ende Oktober in Eupen stattgefunden hat.

Offener Brief

Das Eupener Institut für Demokratiepädagogik verurteilt den feigen Anschlag auf den ostbelgischen EU-Abgeordneten Pascal Arimont aufs Schärfste und möchte sich gerade deshalb auch in Zukunft weiterhin aktiv im Bündnis Speak up und mit Angeboten zur Förderung des demokratischen und respektvollen Miteinanders engagieren.

Die Erstunterzeichnenden

Die Mitunterzeichnenden

Diejenigen, die Solidarisierungserklärung mitunterzeichnen möchten, werden gebeten, sich per e-Mail unter info[at]idp-dg.be zu melden.

  1. Tomke LASK, Lüttich
  2. Gabi BORST, Eynatten
  3. Olivier KIRSCHVINK, Membach
  4. Elena SCHOMMERS, Crombach
  5. Thorsten SCHLEICHER, Kettenis
  6. Jörg LENTZEN, Eupen
  7. Guido BREUER, Eupen
  8. Alfons VELZ, Mürringen
  9. Anita JOST, Hünningen
  10. Reinhold ADAMS, Wirtfeld
  11. Markus DAVID, Beho
  12. Resi MATHEY, Crombach
  13. Max KLASEN, Moresnet-Chapelle
  14. Brigitte PAASCH, Sankt Vith
  15. Werner MEYER, Schönberg
  16. Matthias ZIMMERMANN, Eupen
  17. Mario SCHÜR, Rodt
  18. Rita BERTEMES, Eupen
  19. Ramona LEYENS, Weywertz
  20. Thibault PETINIOT, Eupen
  21. Miriam ELEBE, Eupen
  22. Werner KROTT, Walhorn
  23. Bürgerinitiative WALHORN VoG
  24. Bianca LEYENS, Weywertz
  25. Christine STANER, Eupen
  26. Maria DECHENE, Eupen

Zuletzt aktualisiert 15.12. um 9:23 Uhr

Offener Brief an Ministerpräsident Oliver Paasch

OffenerBrief

Mit großer Betroffenheit haben wir, die Mitglieder des Speak Up! Bündnisses, am vergangenen Sonntag in den sozialen Medien die Mitteilung von Ministerpräsident Oliver Paasch gelesen, dass er „persönliche Beleidigungen, Hassbotschaften und manchmal auch Morddrohungen“ von Querdenkerinnen und Querdenkern sowie Impfgegnerinnen und Impfgegnern erhält, besonders wenn es um neue und wissenschaftlich fundierte Information bezüglich der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geht. Er weist darauf hin, dass solche Aufrufe zur Gewalt auch seine Familie und Kinder stark in Mitleidenschaft ziehen, auch wenn sie nicht das eigentliche Ziel der anonymen Angriffe sind. 

Als Bündnis, das sich auch als Reaktion auf den ebenfalls durch Fake News und Hate Speech versursachten Rücktritt des damaligen ostbelgischen Bildungsministers, Harald Mollers, gegründet hat, treten wir für einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander ein, und verurteilen jedwede Form von Hate Speech, Fake News und Gewalt. 

Gerade vor dem Hintergrund der kürzlich in Eupen veranstalteten Speak Up Tagung, die auch rechtliche Aspekte und Fragen der Sanktionierung von Fake News und Hate Speech mit Fachleuten aus dem In- und Ausland diskutiert hat, möchten wir den ostbelgischen Ministerpräsidenten, Oliver Paasch, heute dazu auffordern, konsequent rechtliche Schritte zu ergreifen.  

Es muss eindeutig für alle Bürgerinnen und Bürger erkennbar werden, dass anti-demokratisches Verhalten und der Aufruf zu Gewalt gegen bestimmte Personen oder Menschengruppen nicht unter Meinungsfreiheit fallen, sondern unter den Tatbestand der Volksverhetzung. Die Parallele bei der Wortwahl dessen, was an das Triangel gesprayt wurde, lässt keinen Zweifel an der politischen Gesinnung der Tatperson(en) offen, die die Nazi-Parole “Jude verrecke” in solch geschmackloser Art persifliert hat bzw. haben.  

Wir erwarten, dass der ostbelgische Ministerpräsident nun mit gutem Beispiel vorangeht, und die juristischen Möglichkeiten ausschöpft, um die Tatperson(en) und allen anderen, die sie unterstützen, aufzuzeigen, dass die rote Linie überschritten wurde. Diese Haltung sollte allen anderen Bürgerinnen und Bürger, die die Demokratie schätzen, Auftrieb geben, selbst zu den Waffen der Rechtstaatlichkeit zu greifen. Alles andere wäre zu wenig und würde letztendlich nur den folgerichtigen nächsten Schritt beflügeln: tätliche Gewalt.

Die Erstunterzeichnenden



Die Mitunterzeichnenden

Diejenigen, die den offenen Brief mitunterzeichnen möchten, werden gebeten, sich per e-Mail unter info[at]idp-dg.be zu melden.

Name, Ort

  1. Herbert JATES, Sankt Vith
  2. Heike De BRUECKER, Koole
  3. Mario SCHÜR, Rodt
  4. Nicolai SCHMITZ, Eupen
  5. Manuel BRÜLS, Eupen
  6. Brigitte PAASCH, Sankt Vith
  7. Lisa DÜRNHOLZ, Eupen
  8. Rita BERTEMES, Eupen
  9. Anita GROTEKLAES, Hergenrath
  10. Mirko GRIESE, Eupen
  11. Wilma SAVELSBERG, Eupen
  12. Evelyne THEISSEN, Oudler
  13. Tobias FALTER, Eupen
  14. Dr. Nicholas WILLIAMS, Eupen
  15. Andreas SCHMITZ, Eupen
  16. Lothar KIRCH, Walhorn
  17. Alexander STÄRK, Neu-Moresnet
  18. Manfred WEBER, Sankt Vith
  19. Walter THEISSEN, Born
  20. David SCHNEIDER, Eupen
  21. Katrin KLEIN, Kettenis
  22. Myriam ROSSKAMP, Eupen
  23. Marina KNIEBS
  24. Bernd LORCH, Eupen
  25. Barbara GUFFENS, Eupen
  26. Fabio LESUISSE, Eupen
  27. AGORA – Das Theater der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Sankt Vith
  28. Dirk VANDRIESSCHE, Kettenis
  29. Doris SPODEN, Eupen
  30. Paul THEISSEN, Wallerode
  31. Nathalie FRIEDRICHS, Raeren
  32. Tamara GRUBER, Kettenis
  33. Werner MEYER, Schönberg
  34. Maria VAN STRAELEN, Hauset
  35. Lena PANKERT, Eupen
  36. Yvonne CHRISTMANN, Hauset
  37. Joachim VAN WEERSTH, Hauset
  38. Brigitte BONNI, Kelmis
  39. Achim MEYER, Eupen
  40. Yves WELTER Sr., Eupen
  41. Ernst MATHIEU
  42. Joseph WEBER, Eupen
  43. Roland FISCHER, Eupen
  44. Guido CLOOT, Kettenis
  45. Alfons VELZ, Mürringen
  46. Marei SCHWALL, St. Vith
  47. Helmut ZANZEN, Medell
  48. Karin GEHLEN, Eupen
  49. Isabelle LAZARUS, Eupen
  50. Andrea CROE, Kelmis
  51. Sandra WEBER, Eupen 
  52. Luc WAMPACH, Schoppen
  53. Patrick FANK, Oldenburg
  54. Guido BREUER, Eupen
  55. Ludwig HUPPERTZ, Raeren
  56. Anneliese HUPPERTZ, Raeren
  57. Gisela HERMANN-SCHLOSSMACHER, Kettenis
  58. Peter HERMANN, Kettenis
  59. Nadine GROMMES, Rodt 
  60. Ralf ZILLES, Raeren
  61. Karl BRÜLS, Rocherath
  62. Claudine KALBUSCH, Burg Reuland
  63. Roland FATZAUN, Kettenis
  64. Jörg LENTZEN, Eupen
  65. Patrick STUMP, Schönberg
  66. Thorsten LEWEN, Manderfeld 
  67. Anita BRÜSSELMANS, Manderfeld
  68. zeitKreis VoG, Raeren
  69. Sonja HOFFMANN, Raeren
  70. Daniel STOFFELS, Hünningen
  71. David WAHLEN, Brüssel
  72. René KALFA, Büllingen
  73. NATAGORA/BNVS
  74. Ingrid OHLES, Born
  75. Thomas REUTER, St. Vith
  76. Willy GAMPE, Raeren
  77. Hedy DEJONGHE-FRECHES, Eynatten
  78. Naomi RENARDY, Raeren
  79. Arno JATES, Eupen
  80. Dieter THIELEN-KRÜTGEN, Eupen
  81. Verbraucherschutzzentrale VoG, Eupen
  82. Dorothea PETERS, St. Vith
  83. Gabriele TIMMERMANN, Eupen
  84. Tomke LASK, Lüttich
  85. Marianne THOMAS, Eupen
  86. Gaby WIRTZ, Büllingen
  87. Albertine DUYNSTEE, St. Vith
  88. Sabine DRIES, Malmedy
  89. Tom FISCHER, Eupen
  90. Leon FALKENBERG, Eupen
  91. LFV – Frauen in Bewegung, Eupen
  92. Gisela CLOOT, Eupen
  93. Werner VOMBERG,
  94. Werner MARGRAFF, Sankt Vith
  95. Bärbel CREMER, Sankt Vith
  96. Kristina MREYEN, Weywertz
  97. Boris KARTHEUSER, Köln
  98. Dieter SCHAUS, Maspelt
  99. Maria HOEN, Astenet
  100. Alfred FONK, St. Vith
  101. Margit HEBERTZ, Welkenraedt
  102. Edgar DUJARDIN, Büllingen
  103. Ines KARTHEUSER, Mehring
  104. Yvonne SCHRÖDER, Eupen
  105. Max KLASEN, Moresnet-Chapelle
  106. Petra SCHMITZ, Eupen
  107. Martin ALARD, St. Vith
  108. Anny MATHEY, St. Vith
  109. Anika REUTER, Walhorn
  110. Yvonne KLEIN, Moresnet-Chapelle
  111. Heinz EVERTZ, Eupen
  112. Claude THEISS, Sankt Vith
  113. Roland LENTZEN, Raeren
  114. Liliane OFFERMANN, Eupen
  115. Yvonne RENNERTZ, Eupen
  116. Christa SCHRÖDER, Meyerode
  117. Martina PALENBERG, Eupen
  118. Johan THEIS, St. Vith
  119. Christa HOCKERTZ, St. Vith
  120. Alain TROST, Lommersweiler
  121. Beatrix KOONEN, Astenet
  122. Guido ARIMONT, St. Vith
  123. Georg HAMACHER, Raeren
  124. Alteo VoG, Eupen
  125. Andreas ARIMONT, Sankt Vith
  126. André HINCK, Hauset
  127. Melanie FICKERS, St. Vith
  128. Richard ROTHEUDT, Lontzen
  129. Resie PLATTES
  130. Christel TILLMANNS-PELZER, Walhorn
  131. Marga HUPPERTZ, Emmels
  132. Joseph SPODEN, Emmels
  133. Catherine BRÜLL, Eupen
  134. Gerd GOMMES, Burg-Reuland
  135. Margot BRÜLS-PALM, Mürringen
  136. Jean LAZARUS, Eupen
  137. Martha CLASSEN, St. Vith
  138. Alex GRIEVEN, Meyerode
  139. Denis BONGARTZ, Büllingen
  140. Martina PALM, Bülligen
  141. Monika KLÖCKER, Nidrum 
  142. Frauenliga, Eupen
  143. Hanan EL-KHOURI, Plombières
  144. Matthias ZIMMERMANN, Eupen (Präsident der SP Ostbelgien)
  145. Karl-Heinz LAMBERTZ, Eupen (Parlamentspräsident)
  146. Gaby ZEIMERS, Eupen
  147. Edgar, JOST, Eupen
  148. Git, DEWULF, St. Vith
  149. Sabine, RIXEN
  150. Jörg VOMBERG, Eupen
  151. Karin HOUSCHEID, Crombach
  152. Alain HOUSCHEID, Maldingen
  153. Marie PASTORET, Kettenis
  154. Edgar ANDRES, St. Vith
  155. Egon LINKWEILER, Clervaux
  156. Rainer PALM, Emmels
  157. Friedhelm WIRTZ, Büllingen (Bürgermeister)
  158. Annette SEFFER, St.Vith
  159. Vanessa HOUSCHEID, St. Vith
  160. Monika BRÜLS, Rocherath
  161. Martha BRÜLS, Rocherath
  162. Anita JOST, Hünningen
  163. Vivianne SCHARRES-JOST, Büllingen
  164. Alexander KRINGS, Crombach
  165. Markus DAVID, Beho
  166. Elena SCHOMMERS, Crombach
  167. Maria THOMMEN, Thommen
  168. Walter HEYEN, Sankt Vith
  169. Raymund GIEBELS, Meyerode
  170. Ricarda METTLEN, Sankt Vith
  171. Christopher ARIMONT, Etalle
  172. Elke COMOTH, Amel
  173. Angelika JOST, Honsfeld
  174. Reinhold ADAMS, Wirtzfeld
  175. DABEI VoG, Sankt Vith
  176. Gaby SCHRÖDER, Sankt Vith
  177. Deborah LENTZ, Recht
  178. Andrea HENNEN, Eupen
  179. Paul HENNEN, Eupen
  180. Frédéric -C. BOURSEAUX, Eupen
  181. Werner KROTT, Walhorn
  182. Julienne EMONTSPOHL, Weywertz
  183. Stephan DEPREEUW, Eupen
  184. Ramona LEYENS, Weywertz
  185. Monika VISE, Eynatten
  186. Thibault PETINIOT, Eupen
  187. Béatrice SCHNEIDER, Breitfeld
  188. Miriam ELEBE, Eupen
  189. Resi MATHEY, Crombach
  190. Bianca LEYENS, Weywertz
  191. Fabienne LOUGES-WAGENER, St. Vith
  192. Bürgerinitiative WALHORN VoG
  193. Daniel RAUW, Eupen
  194. Michael ALTENBERG, Eupen
  195. Marc CÜRTZ, Eupen
  196. Christine STANER, Eupen
  197. Maria DECHENE, Eupen
  198. Unabhängige Vereinigung für Behinderte und Invaldien, Büllingen
  199. Gerd MELCHIOR, Büllingen

  
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Speak up!

24. – 27.Oktober 2021

Tagungszentrum Kloster Heidberg, Eupen, Belgien

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Fake News und Hate Speech sind insbesondere in den letzten Jahren in den Fokus öffentlicher Diskurse geraten. Große Teile der Gesellschaft lassen sich durch Fake News verunsichern, ohne diese weiter zu hinterfragen. Zudem sind immer mehr Menschen in ihrem Alltag mit den unterschiedlichsten Ausprägungen von Hate Speech konfrontiert, die von verletzenden Kommentaren auf Schulhöfen bis hin zu strafbewehrten Verbrechen reichen. Dies ist auch in Ostbelgien der Fall. Verschiedene Akteur*innen der ostbelgischen Zivilgesellschaft haben sich deshalb im Spätsommer 2020 im Bündnis Speak up! zusammengeschlossen, um dies zu ändern.

Nachdem wir uns bis dato eher lokal engagiert haben, möchten wir nun den Blick über den Tellerrand hinauswagen und gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und engagierten Menschen aus der Praxis überlegen, wie wir zu einem reflektierten Umgang mit Fake News und Hate Speech im Alltag beitragen können. Deshalb veranstaltet das Institut für Demokratiepädagogik der Autonomen Hochschule Ostbelgien, das derzeit die Koordination des Speak up!-Bündnisses innehat, die Tagung Speak up! Wir freuen uns, dass der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Oliver Paasch, die Schirmherrschaft für unsere Tagung übernommen hat.

Unsere interdisziplinäre Tagung wendet sich an alle, die sich beruflich oder ehrenamtlich, theoretisch oder praktisch in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und praktischen Arbeitsumfeldern mit Fake News bzw. Hate Speech sowie deren Ursachen, Ausprägungen und Folgen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft befassen. In einem geschützten Raum möchten wir die Tagung nutzen, um neue Vernetzungsmöglichkeiten zu schaffen, Einblicke in die aktuelle Forschung und Best-Practices zu erhalten und nicht zuletzt zu überlegen, was wir selbst dazu beitragen können, um in einer offeneren, toleranteren, demokratischeren und dialogorientierteren Gesellschaft zu leben, in der Menschen im Alltag respektvoll miteinander umgehen.

Dazu organisieren wir einerseits Panels, in denen fortgeschrittene Studierende und Wissenschaftler*innen verschiedenster Disziplinen über ihre Qualifikationsarbeiten und Forschungsprojekte zu Fake News bzw. Hate Speech sowie ihre (vorläufigen) Forschungsergebnisse berichten können. Geplant ist, das ausgewählte Konferenzbeiträge in eine Publikation münden. Andererseits widmen wir einen Teil der Tagung praktischen Workshops, bei denen wir mehr über den Umgang mit Fake News bzw. Hate Speech im  (Berufs-)Alltag erfahren möchten. Wir ermutigen dabei insbesondere – aber nicht ausschließlich – Lehrkräfte aller Schulformen, Mitarbeiter*innen an Hochschulen und Universitäten, Sozialarbeiter*innen, Jurist*innen, Künstler*innen, politische Bildner*innen, Medienpädagog*innen, Polizist*innen, Journalist*innen, Medienmacher*innen, Psycholog*innen, Vertreter*innen von Interessensverbänden, Vereinen bzw. VoGs sowie von Fake News oder Hate Speech Betroffene, aus ihrem (Berufs)Alltag zu schöpfen und Konzepte für den Umgang mit Hate Speech oder Fake News zur Diskussion zu stellen. An den Workshops nehmen sowohl die eingeladenen Wissenschaftler*innen als auch die Praktiker*innen und  Vertreter*innen der ostbelgischen Zivilgesellschaft teil, die sich beruflich oder ehrenamtlich mit Fake News oder Hate Speech befassen.

Wir möchten zudem interessierte Studierende und Doktorand*innen, die keinen eigenen Beitrag einreichen können bzw. wollen, ermutigen, sich als Konferenzreporter*innen zu bewerben. Die Aufgabe besteht darin, die besuchten Panels und/oder Workshops schriftlich zusammenzufassen. Wir suchen je eine*n Konferenzreporter*in für das Thema Fake News und Hate Speech.

Sofern die Corona-Situation es zulässt, findet unsere Tagung im Tagungszentrum Kloster Heidberg Eupen (Belgien) statt, alternativ weichen wir auf eine Videokonferenzplattform aus.

Die Konferenzveranstalter*innen stellen allen Referent*innen, Workshopleiter*innen und den Konferenz-Reporter*innen, sofern sie außerhalb Ostbelgiens wohnen, im Tagungszentrum Heidberg ein Einzelzimmer mit Frühstück zur Verfügung. Zudem übernehmen wir für alle Teilnehmenden das Mittag- und Abendessen. Ein Honorar zahlen wir allerdings nicht. Wir bemühen uns, insbesondere für Studierende und Doktorand*innen sowie Referent*innen Fahrtkostenzuschüsse zur Verfügung zu stellen, die für eine umweltverträgliche Anreise mit Bus und/oder Bahn genutzt werden können.

Wir freuen uns über Abstracts für wissenschaftliche Vorträge und Vorschläge für praktisch orientierte Workshops. Unsere Haupttagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Für die Praxisworkshops akzeptieren wir auch französisch- und niederländisch-sprachige Einreichungen. Wir bemühen uns bei den Praxisworkshops darum, dass jede*r Teilnehmer*in an einem Workshop in einer von ihm*ihr bevorzugten Sprachen teilnehmen kann.

Interessierte schicken ihre Abstracts zusammen mit einem CV inkl. Angaben zu Sprachkenntnissen und – sofern eine Reisekostenunterstützung erbeten wird – mit einem kurzen Motivationsschreiben bis zum 10. September 2021 per E-Mail an Frau Sabrina Kirschner, sabrina.kirschner@ahs-ostbelgien.be. Bis zum 17. September werden wir alle Interessent*innen benachrichtigen, ob sie dabei sind, oder nicht.

Weitere Informationen zur Tagung erhalten Sie vorab per E-Mail bei Sabrina Kirschner.

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