Fake News | Medien- und Informationskompetenz

Der Vorlauteste hat nicht immer Recht!
Zum Umgang mit Fake News

Spätestens seit der Präsidentschaft Trumps ist klar: Der Vorlauteste hat nicht immer Recht. Trump hatte auch großen Anteil daran, dass Fake News Eingang in den Alltagswortschatz fanden. Fake News, also gefälschte Nachrichten, sind bewusst unwahre bzw. frei erfundene Tatsachenbehauptungen, die als Nachrichten getarnt in den (sozialen) Medien verbreitet werden. Die Urheber*innen erhoffen sich durch die Verbreitung u.a. mehr Aufmerksamkeit bzw. finanzielle oder politische Vorteile.

Der ganztätige Workshop gliedert sich in drei Teile:

  • Klären grundlegender Begriffe und Konzepte wie Fake News, Verschwörungsmythen etc.
  • Die interdisziplinäre und internationale Vernetzungsstelle Speak Up! (Buch mit Handlungsleitfänden etc.)
  • Der Umgang mit Fake News und Hate Speech im (Berufs-)Alltag: Test von Internet-Tools zum Erkennen von Fake News und gemeinsame Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien

Vermittlungsoptionen kompetenzorientierter politischer (Medien-)bildung im (außer)schulischen Kontext

Beim knapp 3-stündigen Workshop können Pädagog*innen verschiedene Modelle der politischen (Medien-)Bildung kennenlernen, reflektieren und überlegen, wie diese gewinnbringend in den eigenen Berufsalltag transferieren können. Überdies lernen sie den kompetenzorientierten Ansatz kennen, den das Institut für Demokratiepädagogik in seiner Vermittungsarbeit nutzt.

Anhand verschiedener Tools können Sie ihre eigene Medienkompetenz kritisch reflektieren und mit Überlegungen zu Datenschutz- und Sicherheit kombinieren.

Das Etherpad als Ergebnissicherungstool ermöglicht einerseits Einblicke in die kollektive und eigenverantwortliche Ergebnissicherung und ermöglicht andererseits, als Multiplikator*in die Ergebnisse an den eigenen Arbeitsplatz zu tragen.

Durchführung: Dipl.-Gyml. Sabrina Kirschner

Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm als Stein des (Denk-)anstoßes

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Durchführung: Dr. Tomke Lask

(S)innfluence your World – Kunst als Zugang zur politischen Bildung

Zwischen September 2020 und August 2023 fand das von Erasmus+ geförderte Projekt “(S)innfluence your World” statt. Das Projekt setzte sich mit Emotionen auseinander, die durch unterschiedliche Kunstarten transportiert und zu politischen Zwecken genutzt werden können.

Im Rahmen des Projekts haben die Jugendlichen unter Anleitung von Musik-, Tanz- und Theaterpädagog*innen den Entstehungsprozess von Grundemotionen wie Freude, Wut, Trauer und Ekel gemeinsam bearbeitet und eine Performance kreiert, in der sie diese Gefühle in allen drei Kunstarten zum Ausdruck brachten.

Eines der Ergebnisse des Projekts ist der Dokumentarfilm (S)innfluence your World. Er dokumentiert den Entwicklungsprozess, in dem Jugendliche aus Ostbelgien, Deutschland und Luxemburg über einen Zeitraum von zehn Monaten eine Performance zu den Wechselwirkungen zwischen künstlerischen Ausdrucksformen (Musik, Tanz und Theater) und Politik befasst haben.
Die Weiterbildung möchte Lehrpersonen und Jugendarbeiter*innen zum einen Anregungen geben, wie man künstlerische Ausdrucksformen zur politischen Bildung fächerverbindend nutzen kann. Zum anderen zeigt die Fortbildung, wie Szenen aus dem Dokumentarfilm – sprich dem Projektalltag der Jugendlichen – genutzt werden, um Themen wie z. B. politische Entscheidungsprozesse, interkulturelle Situationen, Reflektieren über Geschichtsbewusstsein, individuelle Identität und Kollektivität sowie das Schaffen von Gemeinschaft im Unterricht anzusprechen, um den Bogen zu gesellschaftspolitischen Problemen unserer Gesellschaft zu schlagen. Die authentischen Einblicke, die der Dokumentarfilm erlaubt, bieten einerseits das Potential an die Lebenswirklichkeit (gleichaltriger) Schüler*innen anzuknüpfen und andererseits Parallelen zur Theorie zu ziehen, die in der Schule unterrichtet wird, aber oft nicht handlungsorientiert auf den Schulalltag abzielt.
Überdies liefert die Weiterbildung Impulse dafür, wie einzelne Sequenzen aus dem Dokumentarfilm in den eigenen Schul- und Unterrichtsalltag integriert werden können und eröffnet die Möglichkeit im gemeinsamen Austausch Unterrichtsbausteine – auch für den fächerübergreifenden und -verbindenden Unterricht – kennenzulernen, zu reflektieren, auszuprobieren
und selbst (weiter)zu entwickeln.

Durchführung: Dr. Tomke Lask und Dipl.-Gyml. Sabrina Kirschner

Konsensverschiebungen – Kunst als Zugang zur politischen Bildung

In den Jahren vor 2018 beobachtete der Komponist Wolfgang Delnui, wie sich die Grenzen dessen, was öffentlich gesagt werden durfte, stetig und systematisch weiter nach rechts verschoben. Die politisch rechtsextremen Kräfte drückten dem öffentlichen Diskurs durch ihre Wortwahl und Inhalte immer stärker einen Stempel auf. Das Verschieben der Grenzen des Sagbaren wird in der Öffentlichkeit bewusst eingesetzt, um die öffentliche Meinung, konkrete Politik und das gesellschaftliche Klima dahingehend zu beeinflussen, dass reaktionäre und totalitäre Denk- und Handlungsmuster wieder gesellschaftsfähig werden.

Sprachliche Veränderungen in der Wortwahl finden schleichend statt. Wer die Änderungen in der Wortwahl nicht aufmerksam verfolgt, bemerkt sie kaum. Darin liegt eine Gefahr für die Demokratie, die einem wachsenden Druck ausgesetzt ist.
Der von Institut für Demokratiepädagogik unter Regie von Grimmepreisträger Hans-Erich Viet produzierte Film Konsensverschiebungen stellt diesen schleichenden Prozess von werteverändernder Wortwahl bis hin zur sprachlichen Akzeptanz musikalisch dar.
Zunächst bestimmt der Sänger die Szene. Doch nach und
nach gibt er einem Konkurrenten, dargestellt durch einen Lautsprecher, Raum, sich zu äußern. Im Laufe des Stücks erweist sich eben jener Lautsprecher jedoch als rechtsgerichteter Agitator. Dieser äußert sich immer deutlicher. Obwohl der Sänger durch das Aufgreifen der Europahymne und durch das Erinnern an die europäischen Werte versucht, seine Rolle als Vertreter dieser Werte zu verteidigen, übernimmt der Lautsprecher am Ende das alleinige Kommando. Aus der polyphonen Auseinandersetzung geht seine Stimme als Sieger hervor!

Die Weiterbildung möchte Lehrpersonen und Jugendarbeiter*innen zum einen Anregungen geben, wie man künstlerische Ausdrucksformen zur politischen Bildung fächerverbindend nutzen kann. Zum anderen zeigt die Fortbildung, wie die Themen, die die Musik und der Film versinnbildlichen, im Unterricht genutzt werden können, um gesellschaftspolitische Probleme unserer Gesellschaft anzusprechen. Die anvisierten Schulfächer sind
Gesellschaftskunde, Geschichte, Musik, Deutsch und Sprachen.
Dabei liefert die Weiterbildung Impulse dafür, wie einzelne Sequenzen aus dem Film in den eigenen Schul- und Unterrichtsalltag integriert werden können und eröffnet die Möglichkeit im gemeinsamen Austausch Unterrichtsbausteine – auch für den fächerübergreifenden und -verbindenden Unterricht – kennenzulernen, zu reflektieren, auszuprobieren und selbst (weiter)zu entwickeln.

Durchführung: Dr. Tomke Lask