CfP:

Speak up!

  1. Oktober 2021 – 27.Oktober 2021

Tagungszentrum Kloster Heidberg, Eupen, Belgien

 

Fake News und Hate Speech sind insbesondere in den letzten Jahren in den Fokus öffentlicher Diskurse geraten. Große Teile der Gesellschaft lassen sich durch Fake News verunsichern, ohne diese weiter zu hinterfragen. Zudem sind immer mehr Menschen in ihrem Alltag mit den unterschiedlichsten Ausprägungen von Hate Speech konfrontiert, die von verletzenden Kommentaren auf Schulhöfen bis hin zu strafbewehrten Verbrechen reichen. Dies ist auch in Ostbelgien der Fall. Verschiedene Akteur*innen der ostbelgischen Zivilgesellschaft haben sich deshalb im Spätsommer 2020 im Bündnis Speak up! zusammengeschlossen, um dies zu ändern.

Nachdem wir uns bis dato eher lokal engagiert haben, möchten wir nun den Blick über den Tellerrand hinauswagen und gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und engagierten Menschen aus der Praxis überlegen, wie wir zu einem reflektierten Umgang mit Fake News und Hate Speech im Alltag beitragen können. Deshalb veranstaltet das Institut für Demokratiepädagogik der Autonomen Hochschule Ostbelgien, das derzeit die Koordination des Speak up!-Bündnisses innehat, die Tagung Speak up! Wir freuen uns, dass der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Oliver Paasch, die Schirmherrschaft für unsere Tagung übernommen hat.

Unsere interdisziplinäre Tagung wendet sich an alle, die sich beruflich oder ehrenamtlich, theoretisch oder praktisch in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und praktischen Arbeitsumfeldern mit Fake News bzw. Hate Speech sowie deren Ursachen, Ausprägungen und Folgen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft befassen. In einem geschützten Raum möchten wir die Tagung nutzen, um neue Vernetzungsmöglichkeiten zu schaffen, Einblicke in die aktuelle Forschung und Best-Practices zu erhalten und nicht zuletzt zu überlegen, was wir selbst dazu beitragen können, um in einer offeneren, toleranteren, demokratischeren und dialogorientierteren Gesellschaft zu leben, in der Menschen im Alltag respektvoll miteinander umgehen.

Dazu organisieren wir einerseits Panels, in denen fortgeschrittene Studierende und Wissenschaftler*innen verschiedenster Disziplinen über ihre Qualifikationsarbeiten und Forschungsprojekte zu Fake News bzw. Hate Speech sowie ihre (vorläufigen) Forschungsergebnisse berichten können. Geplant ist, das ausgewählte Konferenzbeiträge in eine Publikation münden. Andererseits widmen wir einen Teil der Tagung praktischen Workshops, bei denen wir mehr über den Umgang mit Fake News bzw. Hate Speech im  (Berufs-)Alltag erfahren möchten. Wir ermutigen dabei insbesondere – aber nicht ausschließlich – Lehrkräfte aller Schulformen, Mitarbeiter*innen an Hochschulen und Universitäten, Sozialarbeiter*innen, Jurist*innen, Künstler*innen, politische Bildner*innen, Medienpädagog*innen, Polizist*innen, Journalist*innen, Medienmacher*innen, Psycholog*innen, Vertreter*innen von Interessensverbänden, Vereinen bzw. VoGs sowie von Fake News oder Hate Speech Betroffene, aus ihrem (Berufs)Alltag zu schöpfen und Konzepte für den Umgang mit Hate Speech oder Fake News zur Diskussion zu stellen. An den Workshops nehmen sowohl die eingeladenen Wissenschaftler*innen als auch die Praktiker*innen und  Vertreter*innen der ostbelgischen Zivilgesellschaft teil, die sich beruflich oder ehrenamtlich mit Fake News oder Hate Speech befassen.

Wir möchten zudem interessierte Studierende und Doktorand*innen, die keinen eigenen Beitrag einreichen können bzw. wollen, ermutigen, sich als Konferenzreporter*innen zu bewerben. Die Aufgabe besteht darin, die besuchten Panels und/oder Workshops schriftlich zusammenzufassen. Wir suchen je eine*n Konferenzreporter*in für das Thema Fake News und Hate Speech.

Sofern die Corona-Situation es zulässt, findet unsere Tagung im Tagungszentrum Kloster Heidberg Eupen (Belgien) statt, alternativ weichen wir auf eine Videokonferenzplattform aus.

Die Konferenzveranstalter*innen stellen allen Referent*innen, Workshopleiter*innen und den Konferenz-Reporter*innen, sofern sie außerhalb Ostbelgiens wohnen, im Tagungszentrum Heidberg ein Einzelzimmer mit Frühstück zur Verfügung. Zudem übernehmen wir für alle Teilnehmenden das Mittag- und Abendessen. Ein Honorar zahlen wir allerdings nicht. Wir bemühen uns, insbesondere für Studierende und Doktorand*innen sowie Referent*innen Fahrtkostenzuschüsse zur Verfügung zu stellen, die für eine umweltverträgliche Anreise mit Bus und/oder Bahn genutzt werden können.

Wir freuen uns über Abstracts für wissenschaftliche Vorträge und Vorschläge für praktisch orientierte Workshops. Unsere Haupttagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Für die Praxisworkshops akzeptieren wir auch französisch- und niederländisch-sprachige Einreichungen. Wir bemühen uns bei den Praxisworkshops darum, dass jede*r Teilnehmer*in an einem Workshop in einer von ihm*ihr bevorzugten Sprachen teilnehmen kann.

Interessierte schicken ihre Abstracts zusammen mit einem CV inkl. Angaben zu Sprachkenntnissen und – sofern eine Reisekostenunterstützung erbeten wird – mit einem kurzen Motivationsschreiben bis zum 10. September 2021 per E-Mail an Frau Sabrina Kirschner, sabrina.kirschner@ahs-ostbelgien.be. Bis zum 17. September werden wir alle Interessent*innen benachrichtigen, ob sie dabei sind, oder nicht.

Weitere Informationen zur Tagung erhalten Sie vorab per E-Mail bei Sabrina Kirschner.