Erasmus+ Projekt "Musik und Politik" Oktober 2020 - Juni 2023

Im Oktober startet das Institut für Demokratiepädagogik, gemeinsam mit dem luxemburgischen Zentrum fir politesch Bildung und der Deutschen Kinder und Jugendstiftung, ein dreijähriges Erasmus+ Projekt mit dem Titel "Musik und Politik".

Das Projekt möchte pro-aktiv auf das positive Potential von Musik bei politischer Bildung hinweisen und möchte ein Programm erarbeiten, dass es Leitern von Jugendorganisationen aller Art, Lehrpersonen im schulischen aber auch außerschulischen Kontext in den Bereichen Musik, Sprache, Tanz und Theater ermöglicht diese Aspekte systematisch in das Erlernen demokratischer Kultur mitaufzunehmen.

Ziel für die Jugendlichen in jedem teilnehmenden Land soll es sein ein Gesamtwerk zu erstellen, das auf den unterschiedlichsten Ausdrucksmöglichkeiten von Musik, Theater, Tanz und Sprache, basiert. Die in den Workshops erarbeiteten Stilmittel, die zur Manipulation von Denkprozessen genutzt werden, sollen die Grundlage für diese kreative Umsetzung darstellen. Durch diesen Arbeitsprozess sollen sie selbst, aber auch diejenigen, die dieses Werk hören und sehen werden, auf die Prinzipien der Propaganda und der Manipulation im musischen Bereich aufmerksam gemacht werden und in der Lage sein, ihre eigene Konzeption argumentiert darstellen zu können. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung einer Weiterbildung für Lehrpersonen, Jugendarbeiter und Musiklehrer, die auf den Erfahrungen der Workshops beruhen. Ein Dokumentarfilm zum Thema soll ebenfalls als didaktisches Material entwickelt werden.

Es werden zwei Akademien von jeweils 5 Tagen organisiert, an denen die Jugendlichen mit Referenten aus Musik, Tanz, Theater und Kommunikation die fünf Grundgefühle (Freude, Wut, Angst, Ekel, Trauer) gemeinsam erarbeiten und ihre Gedanken kreativ umsetzen. Während der zweiten Akademie wird das in der Sommerakademie erarbeitete Projekt von den Jugendlichen zusammen mit den Referenten für die Aufführung fertiggestellt. Das Endergebnis dieser Arbeit wird bei den anschließenden "Aktionstagen politische Bildung" aufgeführt und das Thema dann öffentlich debattiert.